Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt erfolgreich gestalten
Im Rahmen der „Zuhören. Verstehen. Inklusion gestalten“-Tour des Netzwerk für Menschen mit Behinderung der CDU Nordrhein-Westfalen habe ich gemeinsam mit örtlichen Landtagsabgeordneten Dr. Jan Heinisch das Unternehmen ABB in Ratingen besucht. Der Austausch vor Ort hat eindrucksvoll gezeigt, wie gelingende Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt in der Praxis aussehen kann.
ABB ist für uns in Nordrhein-Westfalen ein echtes Best-Practice-Beispiel dafür, wie Inklusion in einem modernen Produktionsunternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann. Menschen mit Behinderungen werden dort nicht als Ausnahme betrachtet, sondern selbstverständlich in Arbeitsprozesse eingebunden. Dabei wurde deutlich, dass Inklusion nicht nur soziale Verantwortung bedeutet, sondern auch ein Gewinn für Unternehmen, Fachkräfte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.
„Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt schafft echte Teilhabe, Selbstbestimmung und Perspektiven. Arbeit bedeutet für viele Menschen weit mehr als Beschäftigung – sie bedeutet Anerkennung, Gemeinschaft und gesellschaftliche Teilhabe“, betonte ich im Rahmen des Besuchs.
Gerade angesichts des Fachkräftemangels wurde deutlich, welches Potenzial in einer inklusiveren Arbeitswelt liegt. Unternehmen wie ABB zeigen, dass Barrieren abgebaut werden können, wenn der Wille vorhanden ist und passende Unterstützung schnell und unbürokratisch bereitsteht.
Dabei wurde auch klar: Viele Unternehmen sind bereit, Menschen mit Behinderungen einzustellen und Arbeitsplätze inklusiv zu gestalten. Häufig scheitert dies jedoch an langwierigen Verfahren, komplizierten Zuständigkeiten und zu viel Bürokratie.
„Wir müssen bürokratische Hürden abbauen und Unterstützungsleistungen schneller gewähren. Hilfen müssen dort ankommen, wo sie gebraucht werden – unkompliziert, praxisnah und ohne monatelange Verfahren“, machte ich deutlich.
Denn wer Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt stärken will, muss dafür sorgen, dass Unternehmen nicht durch komplizierte Antragswege ausgebremst werden. Gerade technische Hilfsmittel, Arbeitsplatzanpassungen oder Unterstützungsangebote müssen schneller bewilligt werden können.
Der Besuch bei ABB hat gezeigt, dass Inklusion gelingen kann, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Solche Beispiele brauchen wir häufiger – nicht als Ausnahme, sondern als Selbstverständlichkeit in unserer Arbeitswelt.
Für den offenen Austausch und die spannenden Einblicke bedanken wir uns herzlich bei allen Beteiligten vor Ort.